Damals und Heute

Noch vor dreißig Jahren war die Welt überzeugt, dass es im Leben eines Menschen drei Phasen gibt. Dieses Bild prägt unser Denken und Handeln noch heute.

Die drei Lebensphasen in der Vergangenheit:

3 Lebensphasen

 

 

 

Da unsere Lebenserwartung alle 24 Stunden um 6 (sechs!) wächst, tickt die demografische Bombe, denn es ist auch heute noch kein Ende dieses Trends abzusehen. Da sind sich alle Wissenschaftler einig. Das bedeutet, dass heue Menschen nach dem Übergang in die Pension noch – mehr oder minder – 20 Jahre fit sind, um höchste Berge zu besteigen, Marathon zu laufen oder eine Firma zu gründen.

Es hat sich also eine neue Lebensphase eingeschoben. Diese hat aber – niemand weiß warum – keinen Namen. Auch die Menschen, die in dieser Phase leben, haben keine Bezeichnung. Es existieren unzählige Begriffe, wie Graue Panther, Silverworker, Weiser, Silberhaar etc., aber mit keinem dieser Begriffe will sich jemand in dieser Lebensphase wirklich identifizieren.

Bei der Gründung von Seniors4success dachten wir uns, bald einen Begriff zu finden, wie man diese Menschen ansprechen kann. Es gelang nicht und so griffen wir zu dem Kunstbegriff „Seniors for Success“ und haben dann das „for“ mit der arabischen Ziffer 4 ersetzt: Seniors4success. Eigentlich in der ursprünglichen Hoffnung, doch noch das richtige Wort zu finden. Bis heute gibt es keinen generellen Begriff, mit dem sich diese Zielgruppe identifiziert.

Die vier Lebensphasen in der heutigen Zeit:

4 Lebensphasen
 

 

 

 

 

 

 Einige Behauptungen:

Ohne Vorbereitung keine Chance:

Von Ausnahmen abgesehen erleben wir immer wieder, wie Menschen „in die Pension“ fallen, ohne sich darauf vorbereitet zu haben. Dabei wäre dies die Chance schlechthin, vor dem „Übertritt“ Bilanz zu machen und sich bewusst zu werden: 

  • Was kann ich und was will ich?
  • Was ist der Sinn meines Lebens (vielleicht zurückblickend vom Lebensende)?
  • Wie halte ich mich fit, fähig und frei?

Nach vielleicht 3 Monaten stellen viele fest: niemand ruft an. Wer braucht mich eigentlich? Eine möglicherweise „zudeckende“ Antwort ist für viele, in einen „Aktionismus“ zu fallen.

Die oberste Ebene tut sich am schwersten:

Heute müssen alle Menschen mit 100 % Engagement und Leistung bis zum letzten Tag vor der Pensionierung aktiv sein. Ganz besonders im Rampenlicht aber stehen Top-Manager, die sehr oft die Kommandobrücke verlassen, ohne entschieden zu haben, was sie dann – für sie sinnerfüllend – tun werden. Viele von ihnen schieben diese Frage einfach auf, nach dem Motto, da wird mir dann schon was einfallen. Ist das die vieldiskutierte „Life Cycle Planung?

Die Frage nach dem Sinn:

Eigentlich möchte jeder Mensch am Ende seines Lebens zurückblicken und sagen können, mein Leben hat für mich Sinn gehabt, ich habe „sinnvoll“ gelebt. Am letzten Tag des Lebens kann dies nicht mehr korrigiert werden, wohl aber vorher. Und ein guter Zeitpunkt – unter anderen – ist gerade die Zeit des Übergangs von der Berufstätigkeit in die 3. Lebensphase. Was ist der Sinn des Lebens? Viele haben sich darüber bereits den Kopf zerbrochen, eine generelle Aussage wird es wohl dazu nicht geben. Aber eine persönliche Antwort aus dem Blickwinkel des Einzelnen hat wohl mit der Antwort auf die simple Frage zu tun: „Wer braucht mich?“