Pressekonferenz

Was hat sich von 2014 und 2016 bis 2019 verändert?

Diese Fragen haben wir 2014 und 2016 in einer österreichweiten, repräsentativen Umfrage erhoben. Und jetzt wieder. Bereits zum 3. Mal konnten wir mit Hilfe des Meinungsforschungsinstitut Telemark-Marketing, die Umfrage "Wie denkt Österreich über die Pension?" durchführen.

Nun haben wir gute Vergleichswerte aus den Jahren 2014 - 2016 - 2019 sammeln können, aus denen wir eine Tendenz und Entwicklungen ablesen können.

Der Übergang vom aktiven Erwerbsleben in die Pension ist wohl eine der gravierendsten Einschnitte im Leben eines Menschen. Wie denken jedoch die Österreicher 2019 darüber?

Die gravierendsten Schlussfolgerungen aus der Befragung "Wie denkt Österreich über die Pension?":

  1. Der Realismus im Pensionsdenken hat sich fortgesetzt und ist noch stärker ausgeprägt. Die neuen und auch die künftigen Pensionisten sehen sich nicht mehr so sehr als zum "ewigen Urlaub" Berechtigte wie noch vor wenigen Jahren. Der Stellenwert der Arbeit als Quelle für Wertschätzung, Sinn und Befriedigung ist sichtbar
    • 80 % der Erwerbstätigen ab 45 Jahren machen sich bereits Gedanken, wie sie ihr Leben in der Pension gestalten können.
    • Das mittlerweile gestiegene Pensionsantrittsalter wird akzeptiert.
    • Die Vorfreude auf die Pension ist weiter gesunken.
  2. Deutlich mehr Menschen - 2/3 der Beschäftigten - wollen in der Pension ehrenamtlich oder bezahlt weiterarbeiten. (2017 waren es 49 %) Das ist ein deutlicher Sinneswandel, aber auch eine realistischere Sichtweise. Arbeiten in der Pension ist viel wichtiger geworden. Die Hälfte arbeitet ehrenamtlich, 26 % bezahlt, 20 % betreuen Familienangehörige und nur 22 % arbeiten nicht. „Ich will nicht mehr arbeiten“ sagen heute 9 %, 2017 waren es 25 %.
  3. Überraschend: doppelt so viele Menschen als 2017 sind von ihren Arbeitgebern „in die Pension gedrängt" worden, mit mehr oder weniger Druck.
  4. Die Wertschätzung in der Gesellschaft erleben die Pensionisten wesentlich weniger als dies bei Beschäftigten der Fall ist. Das wissen sie, aber mit Bedauern.
  5. Zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters sagt die Hälfte der Befragten ja. Der ideale Pensionsantritt ist heute höher als vor 2 Jahren: steigt von 60 auf 62 Jahre. Der tatsächliche Pensionsantritt ist von 59 auf 61 Jahre gestiegen. Pensionisten halten höheres Alter für richtig, Berufstätige sind weniger dafür.
  6. Die Sinnhaftigkeit, sich gezielt auf die Pension vorzubereiten, ist stark gestiegen, während die, die früher gesagt haben, das ist abzulehnen, um die Hälfte weniger geworden sind. Heute bereiten sich 42 % gezielt vor, vor zwei Jahren waren es nur 17 %.
  7. Der von Seniors4success kreierte Begriff "Freitätigkeit" für die Lebensphase nach dem Beruf und vor dem "echten Ruhestand" wird von mehr als der Hälfte als gut bzw. treffend verstanden. Pensionisten finden dieses Wort zu 70 % als zutreffend.
  8. Die Zuverdienstgrenze wird heute noch stärker abgelehnt als 2017, weil sich eben mehr Pensionisten vor ihrem gesetzlichen Pensionsantrittstermin mit Arbeit in der Pension beschäftigen.
  9. Maßnahmen zur Vermeidung der Altersarmut bei Frauen und spürbare Erhöhung der Mindestpensionen werden noch deutlicher gefordert.

 

Bereits am nächsten Tag erschienen Artikel in vielen Tageszeitungen: Liste der Publikationen

 
Für besonders Interessierte wollen wir Ihnen auch diesmal die gesamte Präsentation zur Verfügung stellen.