• Die 3. Auflage ist ab 14. April erhältlich.
  • Wer gut alt werden will, muss früh damit beginnen.
  •  Freitätigkeit - das neue Buch
  • Seminare und Beratungsangebote
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1. Virtuelle Pressekonferenz von Seniors4success am 27. August 2020

„Auswirkungen der Corona-Krise auf Menschen 60+“

Die Corona-Krise hat das Leben von uns allen verändert. Aber hat die Gruppe der Älteren es anders erlebt? Sie wurden ja zur Hoch-Risiko-Gruppe gestempelt und teilweise in die Altersfalle gesteckt. Seniors4success hat aus diesem Grund mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Telemark Marketing eine österreichweite Befragung durchgeführt: 559 Senioren ab 55 Jahren wurden telefonisch oder online interviewt. Die Befragung fand in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte August statt.

Hier finden Sie die Umfragedaten als PDF zum Download.

Hier finden Sie die wichtisten Ergebnisse aus der Befragung mit Telemark Marketing 2020.

Und hier finden Sie das Video der Pressekonferenz.

 

Freitätigkeit - das neue Buch

buch freitaetigkeitErstmals in der Menschheitsgeschichte ist unserer Generation eine ganz neue Lebensphase geschenkt worden: Die „Freitätigkeit“. Früher kam nach der Berufstätigkeit der (wohlverdiente) Ruhestand, heute ist erstmals diese neue Phase dazwischen. Man kann annehmen, dass sie mindestens 20 Jahre dauert. ABER es liegt am Einzelnen, ob er diese große Chance annimmt und sich nicht an seinen Geburtsdaten orientiert, sondern an seinen Potenzialen.

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Unser Gehirn ist nicht nur die Schaltzentrale unseres Organismus, sondern auch ein Höchst-leistungsorgan mit einer nahezu unbegrenzten Kapazität zur Verarbeitung und Speicherung von Informationen.

Ist geistige Leistungsfähigkeit eine Frage des Alters?
In der Fachzeitschrift »Proceedings of the National Academy of Sciences« wurde eine Stu-die veröffentlicht, in der die Unterschiede von Denkleistungen von jüngeren und älteren Menschen untersucht wurden. Die Probanden für diese Studie bestanden aus 30 jungen Teilnehmern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, und aus 30 älteren Teilnehmern im Alter zwischen 60 und 70 Jahren.

Das Ergebnis dieser Studie war beeindruckend. Die Leiterin der Forschungsgruppe sagte hierzu: »Die Ergebnisse der vorliegenden Studie legen nahe, dass leistungsfähige Gehirne älterer Erwachsener ähnlich funktionieren wie die jüngerer Erwachsener. Die Ähnlichkeiten in den Aktivierungsmustern älterer und jüngerer Erwachsener mit hohen Arbeitsgedächtnis-leistungen geben uns erste Hinweise darauf, wie sich die kognitive Leistungsfähigkeit im Laufe des Erwachsenenalters erhalten lässt«.

Und der Neurowissenschaftler und Experte für Alzheimer-Erkrankungen, Howard Phyllis, sagte: »Der Verlust der geistigen Fähigkeiten ist keine zwingende Begleiterscheinung des Alterns«.

Eine der interessantesten Erkenntnisse ist, dass Denken und Lernen in Verbindung mit kör-perlicher Bewegung die Bildung neuer Gehirnzellen fördert. Bestehende synaptische Ver-bindungen werden gestärkt, und neue Verbindungen werden geschaffen.  Bereits ein zügi-ger Spaziergang steigert die Gehirndurchblutung um 14 %.

Quelle: http://www.afnb-international.com

1. Vor der Pensionierung:

Altersgerechtes Arbeiten:

  • Die Erfahrungen in Unternehmen und Organisationen, was wirklich „altersgerechtes Arbeiten“ heißt, sind sehr gering.
  • Selbst Personalchefs können sich nicht vorstellen, wie sie selbst einmal altersgerecht anders arbeiten und ihre Leistung erbringen könnten als heute.
  • Wissenschaftliche Erhebungen und Aussagen gibt es, aber noch spärlich. Eingang in die Betriebe haben sie meist noch nicht gefunden.
  • Einzelne (Ausnahme)Beispiele, wo hauptsächlich Ältere eingestellt oder bevorzugt aufgenommen werden, gibt es. Daraus kann aber noch kein Trend oder keine Allgemeingültigkeit abgeleitet werden.
  • Einzelnen Unternehmen ist inzwischen klar geworden, dass Verkaufsberater mit Personen ihrer Altersgruppe den höchsten Deckungsbeitrag erwirtschaften. Das heißt, dass Ältere mit Älteren das beste Geschäft machen können.
  • Vielfach sind die Kriterien, mit denen heute Arbeit beurteilt und bewertet wird, für alle Altersstufen die gleichen – und damit falsch oder unbekannt.

Zielgruppengerechte Arbeit:

  • Wer kann die älteren Kunden am besten ansprechen? Wer hat einen Rhythmus und eine Gesprächskultur, die ältere Kunden heute erwarten, verlangen und vielfach noch nicht bekommen?
  • Wer kümmert sich um die Zielgruppe der Älteren, von denen man sagt, dass sie heute viele (oder gar das meiste) Geld haben?
  • Die Moden, die Techniken, die heute Junge ansprechen, gelten nicht für Ältere. Soll man warten, bis sich diese Zielgruppe „an die heutige Zeit“ angepasst haben?
  • Das Kundensegment „Senioren“ liegt in vielen Unternehmen noch brach.

Vorgänger-Nachfolger:

  • Viele Millionen Euro verpuffen in den Rauchfängen, wenn man bedenkt, welches Vermögen an Wissen, Fähigkeiten und Kontakten meist ungenützt mit dem 
    Ausscheidenden ebenfalls „ausscheidet“?
  • Gelungene Übergaben vom Vorgänger an den Nachfolger haben Seltenheitswert denn dazu gehören zwei Fähigkeiten:

    1. Die „Mentorenfähigkeit“ der Person, die Wissen besitzt und es weitergeben will.
    2. Die „Lernbereitschaft“ dessen, der die Aufgabe übernimmt und in Zukunft das Geschäftsgebiet beherrschen soll – und will.

 

2. Nach der Pensionierung – „die Ehemaligen“:

In vielen Unternehmen werden die früheren Arbeitnehmer einmal oder gar mehrmals im Jahr zu einer Feier eingeladen. Da gibt es dann auch meist etwas zum Essen.  Es sieht aber  so aus, als wenn das Unternehmen seinen Ehemaligen etwas Gutes tun möchte, sozusagen einmal im Jahr „eine warme Suppe". 

Das bedeutet, dass der Gedanke vorherrscht, wir müssen diese Zielgruppe „FÖRDERN“, , uns auf diese Weise für ihre Arbeitsleistung erkenntlich zeigen. Diese Denkweise ist falsch – zumindest kurzsichtig.

Was Menschen nach ihrer Pensionierung brauchen, ist nicht „fördern“, sondern „FORDERN“. Die wollen und sie können gebraucht werden, an Aufgaben wachsen sie weiter, nicht an Almosen.

Tätigkeitsfelder:

  • Verkaufsunterstützung, Verkaufsberatung, Verkauf
  • Pflege des Arbeitsmarktes
  • Lehrlingsausbildung
  • Kontaktpflege, Lobbying
  • Mitwirkung in Marktforschungsprojekten
  • Braintrust, „Lebende Datenbank“
  • Mediation, Tutoring, Coaching u.a.
  • ……

Insgesamt kann man sagen: Ältere können auch nach der Pensionierung noch Aufgaben übernehmen, die derzeit kein Mitarbeiter erledigen kann, aus Kapazitäts- oder Wissensgründen. Man findet Aufgaben, wenn man ein Brainstorming macht mit der Frage: „Wie können Ältere nachhaltig dem Unternehmen schaden?“ Macht man dann den „Umkehrschluß“, ergeben sich viele Aufgaben und Themen, an die man vorher nicht gedacht hat. Das alles  - wird man sich denken – könnte unser „Altes Eisen“, die ehemaligen Mitarbeiter für uns tun.

Belohnungssysteme:

  • Geringfügige Beschäftigung
  • PC-Ausstattung
  • Telefon-Nutzung
  • Einladung zu einem feinen Abendessen etc.

„Senior Retention“:

Darunter verstehen wir das Instrument,

  • auf Dauer die Beziehung zu den ehemaligen Mitarbeitern aufrecht zu erhalten, systematisch diese Zielgruppe zu nützen,
  • sie zu fordern, nicht zu fördern,
  • Informationssysteme zu diesem Zweck installieren,
  • eine geeignete und interessierte Person zu finden, die dieses Projekt als Ihr zukünftiges Engagement aufbaut und somit Sprecher und Vermittler zwischen Unternehmen und der Gruppe der Ehemaligen ist, die sich weiterhin engagieren wollen.


Besuchen Sie die spezielle Homepage zum Thema "Senior Retention"

Sie finden darin ein mögliches Vorgehen für Unternehmen, konkrete Schritte und Ideen:

http://www.senior-retention.at 

 

Haben Sie Lust an interessanten Diskussionen teilzunehmen und gemeinsam an der Erreichung der Ziele zu arbeiten? Wollen Sie sich mit Ihren Ideen, Vorschlägen und Visionen beteiligen und engagieren?

Wollen Sie sich vernetzen?

Im Rahmen der beiden letzten Großveranstaltungen - Vernetzungstreffen -  sind Personen aus dem Kreis der Newsletter-Bezieher für einen Tag zusammengekommen, um sich kennen zu lernen und zu vernetzen. Dabei sind folgende Initiativen (Arbeitskreise) entstanden:

Arbeitskreise Initiativen Sprecher
Arbeitskreis 1 Öffentlichkeitsarbeit Dr. Leopold Stieger
Arbeitskreis 2 Partnerschaft Dr. Edda Frank
Arbeitskreis 3 Mehr-Generationen-Wohnen Georg Parlow
Arbeitskreis 4 Selbstgesteuertes Lernen Christine Mitterlechner
Arbeitskreis 5 Bildung: Sprache und Literatur Ferdinand Kaup
Arbeitskreis 6 Generationsübergreifende Netzwerke DI. Helmut Tillinger

Wenn Sie Interesse an einem Thema haben, mitwirken wollen oder selbst eine Initiative setzen wollen, wenden Sie sich an Dr. Leopold Stieger, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Wollen Sie Kontakt mit anderen aufnehmen?

Sagen Sie uns Ihre Ideen und Anregungen und diskutieren Sie mit.

 

Wollen Sie sich für die Abschaffung der Zuverdienstgrenze engagieren?

Dann treten Sie unserer Gruppe "Weg mit der Zuverdienstgrenze" bei.

 

 

 

 

 

 

 

In den kommenden Wochen wird uns die Euro 2016 auf Schritt und Tritt begleiten. Das Marktforschungsinstitut IMAS hat eine Umfrage zum Thema Fußball veröffentlicht. Leider sind keine Daten angefügt, wie sich das Interesse bei älteren Menschen verhält. Als ma-chen wir uns selbst ein Bild – und drücken die Daumen.

Ansichten zur Fußball-EM 2016: Hier finden Sie die Umfrageergebnisse, die das Marktforschungsinstitut IMAS erhoben hat.

ansichten zur em 16

 

Insgesamt hat es einen Anmeldestand von genau 100 Personen ergeben, aber davon ha-ben im Laufe der Wochen 30 wieder abgesagt. Es war ein dauerndes Kommen und Gehen, könnte man sagen.  Aus den vielen Themen wurden schlussendlich vier mit einem Aktionsplan versehen und die Personen, die sich dazu gemeldet haben, werden ihre Aktivitäten beginnen.

  • Mehr-Generationen-Wohnen
  • Selbstgesteuertes Lernen
  • Bildung: Sprache und Literatur
  • Generationsübergreifende Netzwerke

Wenn Sie Interesse haben, mit einem Sprecher oder einer Sprecherin dieser Aktivitäten Kontakt aufzunehmen, leite ich gerne Ihre Mail zur Kontaktaufnahme weiter.

Hier finden Sie eine Liste der Themen, die insgesamt zur Diskussion standen:

  • Senior Expert Netzwerk
  • Personalleasing (Ältere Experten zu verleihen)
  • Happy Ageing: Glücksmomente
  • Geomantische Energie in allen Lebenslagen
  • Hierarchie und Selbstorganisation
  • Flüchtlingsfrage: Aktive Beiträge
  • Unser Geld sinnvoll einsetzen
  • Frieden statt Gewaltbereitschaft
  • Beitrag zur Erhaltung des Friedens
  • Direkte Demokratie
  • Erleichterung einer Firmengründung: Gmbh Light.

Wenn Sie nicht am Vernetzungstreffen teilnehmen konnten, aber an einem dieser Themen Interesse haben, melden Sie sich bei mir und ich werde diese Initiative im nächsten Newsletter veröffentlichen.

Das Land – unser Land – kann sich nur verändern, wenn vor allem die Älteren mitwirken und sich engagieren. Ich möchte Sie ermutigen, Initiativen für Ihren Einsatz, Österreich lebens- und liebenswert zu machen, zu suchen und zu unterstützen.

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Die Ergebnisse des "Gipfels" machen Österreichs Rentensystem weder günstiger noch gerechter



Halten wir kurz inne und uns vor Augen, weshalb die Regierung im Frühjahr 2015 für den 29.2.2016 einen Pensionsgipfel einberief. Derzeit gibt die Republik jährlich etwa 23 Milliarden Euro für Pensionen aus. Das ist beinahe das gesamte Lohnsteueraufkommen – und etwa sechsmal so viel wie die Universitäten erhalten. Das ist zu viel Geld für die Renten. Schließlich sind die Pensionisten in vielen anderen Ländern auch abgesichert, aber zu einem deutlich niedrigeren Preis für die Allgemeinheit.
 
Das Ergebnis, das die Regierung nun präsentiert, ist das genaue Gegenteil des eigentlich verfolgten Ziels: Österreichs Pensionssystem wird langfristig noch teurer. Warum?
 
Erstens: Arbeitet jemand nun über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus, finanziert der Staat in dieser Zeit die Hälfte der Pensionsbeiträge. Trotz der nur zur Hälfte selbst geleisteten Beträge bekommt der Pensionist dann natürlich eine höhere Rente. Unterm Strich ist das für den Staat also teurer.
 
Zweitens, weil die Mindestpension für bestimmte Personen von derzeit knapp 900 auf 1000 Euro angehoben wird (Alleinstehende, die mindestens 30 Jahre gearbeitet haben).
 
Nun geht es nicht darum, diesen Österreichern die Verbesserung ihrer Lage zu missgönnen. Sondern eben darum, wie anderswo ja auch möglich das Pensionssystem günstiger und gleichzeitig gerechter zu gestalten.
 
Aber auch in puncto gleicher Behandlung der Österreicher im Pensionssystem wurde praktisch nichts erreicht. Zur Info: Die durchschnittliche Beamtenpension betrug 2014 2857 Euro, die eines ASVG-Versicherten 1078 Euro. Höhere Qualifikation oder Einzahlungen allein können diese Kluft nicht erklären – das Pensionsrecht für die Beamten ist schlicht und einfach großzügiger. Das "Bekenntnis" der Bundesregierung zu einer Harmonisierung der Systeme wird weder die Beamtengewerkschaft noch Wiens Bürgermeister Häupl beeindrucken, der seine Beamten bis zum Jahr 2042 vor den offenbar unzumutbaren Pensionsbedingungen schützt, denen der Großteil der Republik ausgesetzt ist.
 
Offen bleibt, wie die geplante verkleinerte Expertenkommission genau zusammengesetzt wird, die nach der Vorstellung des Finanzministers der Regierung Reform-Beine machen soll. Sind, wie bisher, die Sozialpartner prominent vertreten, ist die Chance auf ein Durchbrechen der bisherigen Lähmung gering. Gleichzeitig verbirgt sich hier ein kleiner Hoffnungsschimmer: Diese Kommission soll auch Monitoring-Berichte über die Pensionen von Beamten erstellen, und zwar jener von Bund, Länder und Gemeinden. Ist ein Ende des skandalösen Zustands möglich, dass die Öffentlichkeit keine Ahnung über die tatsächlichen Pensionsausgaben für die Staatsdiener hat?
 
Und noch ein Ergebnis des gestrigen Gipfelgesprächs wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Es wurde empfohlen, das derzeitige Antragsformular für Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension zu ändern: Künftig steht der Antrag auf Rehabilitation am Formular im Vordergrund, und dass dieser Antrag auch als Antrag auf Pension gilt, im Hintergrund.
 
Zusammengefasst lauten die Ergebnisse von einem Jahr Arbeit also: Höhere Mindestpensionen, teilweise Übernahme der Pensionsbeiträge älterer Arbeitnehmer durch den Staat – und ein neues Formular.

Mit den besten Grüßen 

Ihre 
Agenda Austria

Was waren die geplanten Nachteile für Menschen nach 60/65?

Eine Ungeheuerlichkeit wäre an diesem Tag fast hineingeschmuggelt worden, die zum Himmel schreit und unfassbar ist: Bei Männern nach 65 und bei Frauen nach 60 einen Nebenverdienst zur Kürzung der Pension zu benützen. Intensive Interventionen haben heute den „Kurier“ schreiben lassen: „Rückzieher: Geplante Kürzung der Pensionen abgeblasen“ Da wollte also jemand unsere Pension angreifen!

Ist das ein Signal, das zum Weiterarbeiten motiviert? Interessant scheint jedenfalls, dass diese Maßnahme unter dem erklärten Ziel, „positive Anreize für einen freiwilligen längeren Verbleib im Erwerbsleben über das derzeitige Regelpensionsalter hinaus zu setzen“, aufgeführt ist. Man wird also nicht nur zur Kasse gebeten, sondern auch noch verarscht.

"Das ist unfair im Vergleich mit den Beamtenpensionen. De facto wird hier eine Zuverdienstgrenze eingezogen", kritisiert WIFO-Pensionsexpertin Christine Mayrhuber die geplante Neuregelung. "Diese Maßnahme ist ein weiterer Schritt weg von der Harmonisierung." Beamte genossen schon bisher Privilegien, die vom Verfassungsgerichtshof 2005 auch noch einzementiert wurden. Während ein ASVG-Frühpensionist nur geringfügig (416 Euro im Monat) dazuverdienen darf, unterliegen Beamte auch unter 65 Jahren keinen Einschränkungen.

Das Thema „Zuverdienstgrenze erhöhen oder abschaffen“ wird gar nicht erwähnt, dafür ist einem Teufelchen noch diese Idee eingefallen, die viele Menschen davon abhalten wird, nach Antritt der regulären Pension noch etwas dazuzuverdienen. Sondern nix tun oder andere Wege suchen….

 

Die lang ersehnte Pension bedeutet für die einen Entspannung, andere aber fallen in ein tiefes Loch oder sind mit der neuen Situation überfordert. "heute konkret" verrät, wie man einen Pensionsschock verhindern kann". Sehen Sie hier Ausschnitte von der ORF-Sendung vom 11.2.2016.

 

Betrachten Berufstätige ihren Ruhestand eher als Licht am Ende des Tunnels oder als Endstation ihres Lebens? Die Universität Augsburg hat drei unterschiedliche Gruppen, die Ängstlichen, die Befreiten und die Chanchennutzer, identifiziert. Führt der Ruhestand automatisch zu einer tiefen Lebenskrise?

Betrachten Berufstätige ihren Ruhestand eher als Licht am Ende des Tunnels oder eher als Endstation ihres Lebens?
Die Universität Augsburg hat dabei drei unterschiedliche Gruppen identifitziert:

  1. Die Ängstlichen, dazu zählen 16 Prozent: sind pessimistisch und verbinden damit Alter und Krankheit und fühlen sich ohne Arbeit nutzlos und abgeschoben.
  2. Die Befreiten, 37 Prozent: freuen sich, endlich Zeit zu haben, empfinden ihre Arbeit als Bürde und den Ruhestand als herbeigesehntes Ende der Belastung
  3. Die Chancennutzer, 47 Prozent: sehen ihren Berufsaustritt als eine Art Geschenk, um etwas Sinnvolles anzufangen. Arbeit wird weder als Belastung noch als Mittelpunkt des Lebens empfunden und der Ruhestand als Neubeginn betrachtet.

Der amerikanische Soziologe Robert Atchley hat schon 1971 die damals vorherrschende Meinung kritisiert, der Übergang in den Ruhestand würde automatisch zu einer tiefen, manchmal sogar tödlich endenden Lebenskrise führen. Sein Modell mit sechs Phasen lautet:

  1. Entfernte Phase: bis etwa drei Jahre vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben wird der Ruhestand als ewiger Urlaub betrachtet
  2. Nähephase: kurz vor der Pensionierung beschäftigt sich der Betroffene aktiv mit seiner zukünftigen Rolle. Erste Ängste und Befürchtungen treten auf.Euphoriephase:
  3. Gleich nach Pensionsbeginn kommt die "Honeymoon-Phase". Freizeit wird in vollen Zügen genossen, euphorische Geschäftigkeit
  4. Ernüchterungphase: man fühlt sich niedergeschlagen und merkt, dass irgendetwas im Leben fehlt. Der erste "Rausch" ist verflogen
  5. Neuorientierungsphase: Die Betroffenen versuchen, dem Leben eine neue Richtung zu geben, sinnvolle und befriedigende Aufgaben zu finden, den Alltag neu zu strukturieren.
  6. Stabilitätsphase: wenn Menschen ihre neuen Rollen gefunden haben und sich damit identifizieren, stabilisiert sich ihre Identität. Veränderungen, etwa eigene Erkrankungen oder solche des Partners, werden gut bewältigt.

Diese Phasen des Ruhestandes sind eher schematisch und werden von Fall zu Fall anders empfunden. Doch Experten sind sich einig, dass es spätestens ab der Ernüchterungsphase hilfreich und in vielen Fällen auch erforderlich ist, den Alltag und die Dinge des Lebens aus anderen Perspektiven zu betrachten, und Tätigkeiten zu suchen, die Bedeutung für sich selbst und für andere haben. Noch besser ist es allerdings, sich schon vor dem Austritt aus dem Berufsleben darauf vorzubereiten.

(Quelle: Roland Krüger/Loring Sittler: Wir brauchen Euch. Buchempfehlung aus dem letzten Newsletter)

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Bewegungsmangel verursacht mehr als doppelt so viele Todesfälle wie ein Body Mass Index (BMI) über 30 (kg/m2 ≥ 30). Diese Schlussfolgerung zogen Ekelund und Kollegen in ihrer Kohorten-Studie mit 334.161 europäischen Frauen und Männern zwischen 25 und 70 Jahren (1). Der Untersuchungszeitraum betrug im Durchschnitt 12,4 Jahre. Laut Studienergebnissen würden 7,4 % weniger Todesfälle eintreten, wenn allein die körperlich Inaktiven (z.B. Büroangestellte in sitzender Tätigkeit, die sich in der Freizeit kaum bewegen) ihren Energieumsatz pro Woche um 35 Kilojoule (ca. 42 kcal) pro Kilogramm Körpergewicht steigern würden. Bei einem Körpergewicht von 80 kg entspricht das einem erhöhten Umsatz von ca. 672 Kilokalorien pro Woche (bzw. bei 65 kg ca. 546 kcal). Dabei zählen auch leichte körperliche Aktivitäten, die nur wenig anstrengen und im regenerativen Bereich liegen. Bewegung bei diesem Anstrengungsniveau reduziert zwar nicht den von der Weltgesundheitsorganisation definierten Bewegungsmangel, hat aber dennoch einen gesundheitlichen Effekt. Im Vergleich zu diesem Effekt, der erzielt würde, wenn alle körperlich Inaktiven sich etwas mehr bewegen würden, würden nur 3,7% der Todesfälle reduziert, wenn alle stark Übergewichtigen ihren BMI unter 30 hielten.


Zusätzlich zum BMI, dem Hüftumfang und der körperlichen Aktivität erhoben Ekelund und Kollegen weitere Gesundheitsverhaltensweisen wie z.B. die Rauchhistorie oder den Alkoholkonsum und kontrollierten deren Einfluss auf die Sterblichkeit. Über alle Gewichtsklassen hinweg hatten die etwas körperlich Aktiven im Vergleich zu den Inaktiven eine reduzierte Sterblichkeit von 20 – 30%. In der Gruppe der Normalgewichtigen war das Sterblichkeitsrisiko bei den körperlich Aktiven sogar um 41% im Vergleich zu den Inaktiven reduziert.

Die größten Unterschiede in Bezug auf die Sterblichkeit wurden zwischen der Gruppe der körperlich Inaktiven und denjenigen mit nur etwas mehr Bewegung beobachtet. Somit betont die Studie die positive Wirkung, die bereits geringe körperliche Aktivität auf die Gesundheit hat. Für bislang Inaktive ist das eine gute Nachricht. Die Studie verdeutlicht zudem, dass ein Mangel an körperlicher Aktivität ein größeres Gesundheitsrisiko darstellt als leichter zu beobachtende Gesundheitsrisiken wie z.B. Übergewicht oder Rauchen. Nur den Wenigsten ist bekannt, dass Bewegungsmangel gesundheitlich genauso riskant ist wie das Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag (2). Derzeit haben 80% der Deutschen Bewegungsmangel, während ein Drittel der Deutschen raucht (3). Das damit verbundene Gesundheitsrisiko wird nach wie vor unterschätzt.

Quellen:
(1)     Ekelund et al. (2015). Physical activity and all-cause mortality across levels of overall and abdominal adiposity in European men and women: the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition Study (EPIC). Am J Clin Nutr.
(2)     Berlin, J.A. & Colditz, G.A. (1990). A meta-analysis of physical activity in the prevention of coronary heart disease. American Journal of Epidemiology, 132(4), 612-28.
RKI (2013) „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland” des Robert-Koch-Instituts. Wichtige Ergebnisse auf einen Blick.

"The Taos Institute" hat vor einiger Zeit in "Positiv Aging" beschrieben, "wie man lange lebt".

Um diese Frage zu beantworten, machte man sich mit Hilfe des National Geographic auf die Suche nach den weltweit ältesten Menschen. In Abhängigkeit von Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüssen stachen bestimmte Gebiete mit den höchsten Anteilen von 100-jährigen besonders hervor. Was macht diese Regionen so besonders? Ein Team, beste-hend aus medizinischen Forschern, Anthropologen, Demographen und Epidemiologen, suchte nach gemeinsamen Nennern zwischen all diesen Orten. Ausreichend Bewegung, festgesetzte Ziele und Familienzusammenhalt sind nur 3 der 9 gefundenen Gemeinsamkei-ten. Wir haben für Sie den ausführlichen Bericht zusammengefasst.

Forscher, darunter ein Team der nationalen Geographen, durchkämmten die Welt, auf der Suche nach den Menschen, die am längsten leben. Die folgenden Orte, die sogenannten ‚Blauen Zonen‘, wurden ausgewählt.

Die Barbagia
Region auf Sardinien; im Berghochland des inneren Sardiniens gibt es die weltweit höchste Dichte an männlichen Hundertjährigen.

Ikaria, Griechenland
Die Ägäis -Insel mit einer der weltweit niedrigsten Sterberaten im mittleren Lebensalter und der niedrigsten Rate an Demenzerkrankten.

Die Halbinsel Nicoya in Costa Rica
Weltweit die niedrigste Sterberate und zweithöchste Dichte an männlichen Hundertjährigen.

Sieben-Tage-Adventisten
Die meisten leben in der Nähe von Loma Linda in Kalifornien. Sie leben zehn Jahre länger als Nordamerikaner.

Okinawa, Japan
Frauen über 70 sind die langlebigste Bevölkerung in der Welt.


Neun Eigenschaften wurden gefunden:

1. Bewege dich natürlich.
Die ältesten Menschen der Welt leben in einer Umgebung, die sie ständig dazu anhält sich zu bewegen, ohne darüber nachzudenken. Sie bewirtschaften ihre Gärten und machen viel ihrer Haus- und Hofarbeit mit der Hand.

2. Zielsetzung/Zweck.
Die Okinawans nennen es „Ikigai“ und die Nicoyans nennen es „Plan de vida“. Das bedeu-tet so viel wie „warum ich am Morgen aufwache“. Ein Ziel im Leben zu haben, hat den Wert von bis zu sieben zusätzlichen Lebensjahren.

3. Herunterschalten.
Selbst Menschen in der ‚Blauen Zone‘ erfahren Stress. Das, was die weltweit langlebigsten Menschen haben und wir nicht, sind Routinen, um den Stress wieder loszuwerden. Die Be-wohner von Okinawa nehmen sich jeden Tag einige Momente Zeit, um sich an ihre Vorfah-ren zu erinnern, Adventisten beten, die Bewohner Ikarias machen ein Nickerchen und die Menschen in Sardinien machen „glückliche Stunden“.

4. 80% Regel.
„Hara hachi bu“ – bei den Okinawans erinnert vor den Mahlzeiten ein 2500 Jahre altes konfuzianisches Mantra dran, mit dem Essen aufzuhören, wenn ihr Magen zu 80 Prozent voll ist. Die 20% Lücke zwischen nicht hungrig sein und sich voll fühlen, könnte der Unter-schied zwischen Gewicht verlieren oder zunehmen sein. Menschen in der ‚Blauen Zone‘ essen ihre kleine Mahlzeit am späten Nachmittag oder am frühen Abend und danach für den Rest des Tages nichts mehr.

5. Pflanzenneigung.
Bohnen, einschließlich dicke sowie schwarze, Soja und Linsen sind die Grundbestandteile des Speiseplans der meisten Hundertjährigen. Fleisch – meistens Schweinefleisch – wird im Durchschnitt nur fünf Mal im Monat gegessen. Die Portionsgrößen sind 3 - 4 Unzen (ca. 85 - 113 g), also etwa so groß wie ein Kartenspiel.

6. Wein ab fünf.
Die Menschen in allen ‚Blauen Zonen‘ (außer Adventisten) trinken Alkohol mäßig und re-gelmäßig. Moderate Trinker überleben Nicht-Trinker. Der Trick ist, ein bis zwei Gläser pro Tag mit Freunden und/oder beim Essen zu trinken. Was nicht funktioniert ist, die ganze Woche abstinent zu leben, um an Samstagen 14 Gläser auf einmal zu trinken.

7. Zusammen.
Alle bis auf fünf der 263 interviewten Hundertjährigen gehören zu einer gewissen Glau-bensgemeinschaft. Die Konfession scheint jedoch von keiner Bedeutung zu sein. Forscher zeigen, dass vier Mal im Monat die Teilnahme am glaubensbasiertem Dienst die Lebens-erwartung um 4 - 14 Jahre erhöhen kann.

8. Die Liebsten zuerst.
Für erfolgreiche Hundertjährige in der ‚Blauen Zone‘ steht ihre Familie an erster Stelle. Das bedeutet, die alternden Eltern oder Großeltern in der Nähe oder zu Hause behalten (dies verringert auch die Krankheits- und Sterberate von Kindern im Haus). Sie verpflichten sich einem Lebenspartner (der bis zu drei Jahre ihre Lebenserwartung verlängern kann) und investieren in ihre Kinder mit Zeit und Liebe.

9. Richtiger Stamm.
Die Menschen, die auf der Welt am längsten leben, wählen oder wurden in gesellschaftli-che Kreise hineingeboren, die gesunde Verhaltensweisen unterstützen. Okinawans erstellen „moais“ – eine Gruppen aus fünf Freunden, die sich für ihr gesamtes Leben einander ver-pflichten. Demnach haben die sozialen Netzwerke der langlebigen Menschen ihre gesunden Verhaltensweisen positiv geformt. Um die 100 zu erreichen, musst du die Genetik-Lotterie gewonnen haben. Aber die meisten von uns haben die Möglichkeit, weitgehend ohne chronische Erkrankungen 90 Jahre alt zu werden. Wie die Adventisten zeigen, kann sich die durchschnittliche Lebenserwartung um 10-12 Jahre erhören, indem man den Lebensstil der ‚Blauen Zone‘ übernimmt.

From: Reverse Engineering Longevity, by Dan Buettner
http://www.bluezones.com/2014/04/power-9/