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  •  Freitätigkeit - das neue Buch
  • Die 3. Auflage ist ab 14. April erhältlich.
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1. Virtuelle Pressekonferenz von Seniors4success am 27. August 2020

„Auswirkungen der Corona-Krise auf Menschen 60+“

Die Corona-Krise hat das Leben von uns allen verändert. Aber hat die Gruppe der Älteren es anders erlebt? Sie wurden ja zur Hoch-Risiko-Gruppe gestempelt und teilweise in die Altersfalle gesteckt. Seniors4success hat aus diesem Grund mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Telemark Marketing eine österreichweite Befragung durchgeführt: 559 Senioren ab 55 Jahren wurden telefonisch oder online interviewt. Die Befragung fand in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte August statt.

Hier finden Sie die Umfragedaten als PDF zum Download.

Hier finden Sie die wichtisten Ergebnisse aus der Befragung mit Telemark Marketing 2020.

Und hier finden Sie das Video der Pressekonferenz.

 

Freitätigkeit - das neue Buch

buch freitaetigkeitErstmals in der Menschheitsgeschichte ist unserer Generation eine ganz neue Lebensphase geschenkt worden: Die „Freitätigkeit“. Früher kam nach der Berufstätigkeit der (wohlverdiente) Ruhestand, heute ist erstmals diese neue Phase dazwischen. Man kann annehmen, dass sie mindestens 20 Jahre dauert. ABER es liegt am Einzelnen, ob er diese große Chance annimmt und sich nicht an seinen Geburtsdaten orientiert, sondern an seinen Potenzialen.

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Forscher vertreten die Meinung, dass der Alterungsprozess durch eine positive mentale Einstellung verlangsamt werden kann. Der Altersforscher Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Altersforschung erklärt: "Das Bild, das man selbst vom Alter hat, beeinflusst, wie gut man physisch und psychisch altert."


Tatsächlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen mentaler und körperlicher Gesundheit. So klagen beispielsweise depressive Patienten oft auch über körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden und haben ein insgesamt schwächeres Immunsystem.


Positiv denkende Menschen hingegen sind in der Regel körperlich gesünder. Pessimismus und Sorgen haben nachweislich negative Effekte auf Blutdruck, Schmerzempfinden und Schlaf. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hoffnungsvolle und optimistische Einstellung die Abwehrkräfte stärkt und sich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt. Sind wir glücklich, so schütten wir vermehrt Wohlfühlhormone aus, wie Dopamin, Endorphine und Oxytocin, was uns entspannt und befreit. Außerdem werden Gedächtnis und Kreativität gestärkt, das seelische und körperliche Wohlbefinden verbessert und die Lebensqualität im Allgemeinen deutlich gesteigert. Eine US-amerikanische Studie legt sogar nahe, dass Optimisten länger leben als Menschen, die ihr Leben überwiegend negativ betrachten.1

Mit anderen Worten: Ihre innere Haltung – also wie Sie mit bestimmten Situationen und Umständen umgehen – beeinflusst Ihre Gesundheit und auch Ihren Alterungsprozess.

Anstatt sich also auf die negativen Dinge zu konzentrieren, die das Altern unter Umständen mit sich bringt, sollten Sie an das Positive daran denken. Denn ist es in Wahrheit nicht ein Privileg, alt zu werden? Eines, das vielen verwehrt bleibt.

Zum Glück lässt sich positives Denken trainieren. Das klappt schon in zwei Schritten:

  1. Akzeptieren Sie die Situation genau so, wie sie ist (also z. B., dass Sie älter werden).
  2. Lenken Sie dann Ihre volle Aufmerksamkeit auf alle positiven Aspekte dieser Situation.

Das ist die Essenz positiven Denkens.

Manche Dinge lassen sich eben nicht ändern. Älter werden gehört dazu. Aus diesem Grund ist besonders in diesem Zusammenhang Akzeptanz der Schlüssel zum Glücklichsein. Fokussieren Sie sich außerdem auf die positiven Aspekte, die mit dem Älterwerden einhergehen, und darauf, welchen Gewinn Sie daraus schlagen können: die wertvolle Lebenserfahrung, das sichere Gefühl, angekommen zu sein, etwas im Leben erreicht und anderer Leben bereichert zu haben, Kinder und vielleicht auch schon Enkel und gute alte Freunde um sich zu wissen. 

Auch wenn die körperliche Leistungsfähigkeit per se im Alter abnimmt, ist es umso wichtiger, kognitive Fähigkeiten zu erhalten oder auszubauen. Dazu ist es ungemein wichtig, eine Aufgabe zu haben, sich nicht “gehen zu lassen” oder inaktiv zu sein. Sie sollten sich stets fordern und neue Dinge lernen – das kann eine neue Sprache sein, ein Handwerk oder ein Musikinstrument. Jede Herausforderung ist gut für Ihr Gehirn und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie gesund alt werden. Denn jedes Mal, wenn Sie etwas Neues lernen, bilden sich in Ihrem Gehirn neue Verschaltungen. Dies kann geistigem Abbau im Alter entgegenwirken. Und auch viel Zeit mit guten Freunden zu verbringen, ist nicht nur wesentlich für Ihr Wohlbefinden, sondern aktiviert auch Ihr Gehirn.

Leider kann der Körper dennoch nicht mit guten Gedanken allein auskommen. Darum sollten Sie im Rahmen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung auf die Zufuhr wichtiger Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente achten. Vor allem reichlich Obst und Gemüse sollten auf Ihrem Speiseplan stehen, damit er Ihnen allerlei Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe liefert, die sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken und Alterungsprozessen im Körper entgegenwirken.

 

1Tindle, HA., Chang, YF., Kuller, LH., Manson, JE., Robinson, JG., Rosal, MC., Siegle, GJ., Matthews, KA. (2009): Optimism, cynical hostility, and incident coronary heart disease and mortality in the Women’s Health Initiative. Circulation, 120(8): 656-662.

Weil die Mutter der Autorin (Carina Kaiser) trotz ihres Alters nach nur zwei Vorstellungsgesprächen einen Job bekommen hat, stellt sie sich nun diese Frage.

Als meine Mutter erzählte, sie wolle sich mit ihren 60 Jahren auf einen neuen Job bewerben, hatte sie meinen vollsten Respekt. Einmal für die Tatsache, sich kurz vor der Rente noch einmal dem Bewerbungs-Drama auszusetzen. Hauptsächlich aber dafür, sich im Laufe dieses Prozesses womöglich eine Absage nach der anderen einzufangen. Ich höre sie noch sagen: "Probieren kann ich’s ja mal. In meinem Alter wird mich wahrscheinlich eh niemand mehr anstellen." Wir lagen beide falsch. Bereits die erste Stelle wollte sie. Die zweite wurde es.

Seit gut einem halben Jahr gehe ich von einem Vorstellungsgespräch zum nächsten, schicke unzählige Bewerbungen raus. Ich bin bereit für die Arbeitswelt. Frisch aus dem Studium, ich habe etliche Praktika gemacht und Weiterbildungen durchlaufen. Ich dachte, meine Chancen auf den Traumjob stünden nicht schlecht. Anscheinend hatte ich die Rechnung ohne meine Mutter gemacht. Wie kann es sein, dass sie so schnell einen Job bekommt, ich jedoch nicht?

Deshalb hat Mama auf dem Arbeitsmarkt Chancen

43 Jahre, so alt ist der deutsche Arbeitnehmer im Schnitt. Und der Altersdurchschnitt wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. "Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 65-Jährigen ist in den vergangenen zehn Jahren stärker gestiegen als die der 15- bis 65-Jährigen", heißt es in dem aktuellen Arbeitsmarkt-Bericht der Bundesagentur für Arbeit.

Das liegt etwa daran, dass Menschen immer älter werden: Ende des 19. Jahrhunderts lag die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland zwischen 45-50 Jahren, seither hat sie sich fast verdoppelt. Laut der Generationensterbetafel des Statistischen Bundesamtes wird ein neugeborener Junge durchschnittlich 86,4 Jahre alt, Mädchen noch mal vier Jahre älter.

Josef Hecken, ehemaliger deutscher Staatssekretär für Familie, Senioren, Frauen und Jugend prognostizierte schon vor Jahren, dass die Altersstruktur sich einschneidend verändern wird. Diese Veränderung soll ihren Höhepunkt im Jahr 2024 erreichen. Demnach werde das Potenzial von Berufstätigen zu 40 Prozent aus 30- bis 50-Jährigen und zu 40 Prozent aus 50- bis 65-Jährigen bestehen. Nur noch 20 Prozent der Beschäftigten werden unter 30 Jahre alt sein. Der Großteil der Arbeitswelt wird demnach von Menschen getragen, die älter sind als ich – unter anderem von meiner Mutter. Eine logische Konsequenz aus dieser Vorhersage müsste sein, dass Unternehmen vermehrt auf eine Alters-Diversität in Teams setzen. Doch viele ältere Menschen zweifeln daran, dass sie überhaupt noch jemand einstellen würde.

Die letzten Bewerbungsunterlagen meiner Mutter trugen noch eine fette Staubschicht und das Datum 1999, als sie mich bat, ihr beim "modernen Aufmotzen" zu helfen. Das Anschreiben auf die Stellenanzeige "Job für ältere Bürokraft" begann sie mit den Worten: "Mit meinen 'älteren 60 Jahren' möchte ich mich neuen Herausforderungen stellen, um meine Kenntnisse und Fähigkeiten anzuwenden."

Meine Mutter und ich bewegen uns in grundverschiedenen Branchen – sie arbeitet mit Zahlen, ich mit Worten. Doch unsere auffälligste Differenz im Lebenslauf ist das Geburtsjahr, das in Fettschrift zwischen Namen und Geburtsort prangt. In diesen acht Zahlen steckt mehr Gewicht, als wir uns womöglich vorstellen können. Zwischen meiner Mutter und mir liegen immerhin über 30 Jahre Lebenszeit – und Lebenserfahrung.

Generationen treffen aufeinander – und das ist gar nicht schlimm

Durch unseren Altersunterschied sind wir mit unterschiedlichen Wertvorstellungen aufgewachsen. Meine Mutter zählt zur Generation der Baby-Boomer, aufgewachsen in einer fluktuierenden Wirtschaft. Sicherheit, Wohlstand und eine hohe Leistungsbereitschaft sind nur einige Merkmale der von 1946 bis 1964 Geborenen. Die Generation Y, in die ich mich mit Jahrgang '90 einordnen lasse, ist geprägt von der idealistischen und freigeistlichen Idee, Beruf und Privatleben zu vermischen – oder eben direkt das Hobby zum Job zu machen. Nun prallen auf dem Arbeitsmarkt diese beiden Welten aufeinander. Bedeutet das nun einen Nachteil für mich oder für meine Mutter?

Wie kann das gelingen? "Indem man die Chancengleichheit verbessert", sagt Ines D., die seit über 15 Jahren in einer Digitalagentur für die Personal-Rekrutierung zuständig ist. Sie weiß, dass man eine Unternehmenskultur der Offenheit benötigt, der gegenseitigen Wertschätzung und Toleranz, damit altersgemischte Teams erfolgreich sind. Darüber hinaus: "Jeder muss sich ohne Angst vor Blamage und ohne sich verstellen zu müssen, einbringen können. Ältere Mitarbeiter ihre Erfahrung, Know-how und Gelassenheit und jüngere Mitarbeiter die neueste Software, Risikofreude und Unbekümmertheit", sagt die Personalerin.

Wer Jung und Alt im Team mischt, fördert demnach Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Die frische Herangehensweise der jungen Mitarbeiter und das Wissen der Älteren bringen dem Unternehmen entscheidende Vorteile. Meine Mutter ist zwar kein Digital Native, dafür kann sie mit Erfahrung und Empathie punkten. Das war auch für ihren neuen Arbeitgeber eine wichtige Voraussetzung. "Im Bewerbungsgespräch wurde kaum über die Arbeit gesprochen", sagte mir meine Mutter. "Wir haben schnell gemerkt, dass die Chemie stimmt, und das war für uns beide das Wichtigste."

Erfolg ist keine Frage des Alters

Im Diversity Management ist das ein wichtiger Kerngedanke. Nämlich auch Soft Skills und soziale Kompetenzen in den Blick zu nehmen, die nicht aus Schulzeugnissen und Referenzen direkt abzulesen sind. Vom Geburtsjahr mal ganz abgesehen.

Das Risiko, aufgrund des Alters auszuscheiden, ist in einem Land, in dem das Alter im Lebenslauf genannt werden muss, wie bei uns in Deutschland, natürlich um einiges höher. Aber der Wertewandel wird in den Köpfen der Personaler ankommen, prophezeit eine Kommission der Hans-Böckler-Stiftung zur "Arbeit der Zukunft". Unterschiedliche Wertesysteme aus unterschiedlichen Generationen – beides brauchen Firmen. Das Fördern von Altersvielfalt in Teams ermöglicht nicht nur eine positive Diversitäts-Kultur, sondern auch neue, vielseitige Ideen.

Im Bewerbungsgespräch hat man zu meiner Mutter gesagt: "Das Menschliche muss stimmen, alles andere kann man lernen". Das ist zwar nicht in Stein gemeißelt, aber in gewisser Weise stimmt das. Für mich überwiegt nun eine Erkenntnis: Meine Mutter ist nicht zu alt für den Arbeitsmarkt. Sie steht auch nicht in direkter Konkurrenz mit mir. Wir ergänzen uns – und das ist eine viel schönere Vorstellung.
(https://www.stern.de/neon/vorankommen/karriere/arbeitsmarkt--ist-mama-in-zukunft-meine-groesste-konkurrenz--8468560.html)

Immer wieder müssen wir leider feststellen, dass die Regierung nicht langfristig plant, abgesehen von ihrer eigenen Karriere bzw. Zukunft. In der Presse vom 17. April 2019 zeigt Hedi Schneid auf, wie die Lücke zwischen Beitragszahlungen und Pensionsleistungen immer stärker auseinander klafft.

Dazu habe ich einen Leserbrief für Die Presse verfasst, um unsere Ansicht auszudrücken:

„Verantwortliche für die Lücke vortreten

Die Lücke im Budget“ vom 17. April 2019 von Hedi Schneid

Wo sind diejenigen Politiker und Funktionäre, die jahrzehntelang erklärt haben, dass unsere Pensionen sicher und die Finanzierung geklärt sei? Bitte jetzt vor den Vorhang! Wir haben genug Sand in die Augen gestreut bekommen, allmählich reicht es. Oder wollen wir uns zu folgenden Alternativen entscheiden? 1. Die Pensionen kürzen, 2. Die Beiträge aus dem Budget laufend erhöhen (zahlt ohnehin der Steuerzahler), 3. Die Einstellung der Menschen und das Denken über die Pension verändern.

Keine einfache Aufgabe, denn die jetzige Regierung hat das Thema nicht auf dem Radar. Ein Artikel in „Die Presse“ lautete einmal: „Länger arbeiten oder früher sterben?“ Aus einer repräsentativen Umfrage wissen wir, dass die Zahl der Menschen, deren Lebenstraum die Pension ist, innerhalb von zwei Jahren um ein Viertel gesunken ist. Dass die Pension der Himmel sei, glauben also weniger Menschen. Aber wer öffnet ihnen die Augen? Da wir – demografische Entwicklung – nach der Pensionierung noch 20 bis 30 Jahre leben werden, stellt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens gerade in diesen Jahren. Unternehmen jammern zwar laufend über Fachkräftemangel, tun aber alles, damit die Älteren so früh als möglich das Haus verlassen. Sie bedenken nicht, was Menschen, die sich hinausgedrängt fühlen, am Mark bewirken können, wenn sie in ihrem Bekanntenkreis über „ihre“ Firma berichten. Da geht viel Geschäft verloren, ohne dass das Unternehmen die Ursache kennt.

Von der Abschaffung der Ruhensbestimmungen bis zu kreativen Modellen der Zeit- und Arbeitsgestaltung und einem flexibleren Übergang ist die Palette groß, die hier zum Tragen kommen könnte. Wenn man wirklich etwas ändern will“.

Mythos 1: Jede/r braucht mindestens 8 Stunden Schlaf.

Mythos! Das Schlafbedürfnis jedes Menschen ist individuell wie auch die Forschung bestätigt. Das Alter spielt dabei eine zentrale Rolle. Laut dem Zentrum für Schlafmedizin in Zürich brauchen Säuglinge und Kleinkinder zwischen 12 und 16 Stunden Schlaf, während Erwachsene zwischen 7 und 8 Stunden schlafen. Extreme KurzschläferInnen fühlen sich bereits nach 4 bis 5, LangschläferInnen nach 10 und mehr Stunden ausgeschlafen. Je nach Ihrer Diagnose kann auch Ihre Krankheit Einfluss auf Ihr Schlafbedürfnis haben.

Mythos 2: Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf

Auch das ist ein Mythos, wie das Schweizer Zentrum für Schlafmedizin bestätigt. Laut den ExpertInnen nimmt die Dauer des Nachtschlafs im höheren Alter zwar ab. Die Gesamtschlafzeit auf Grund von Nickerchen untertags etc. bleibt über den ganzen Tag verteilt jedoch unverändert.

Mythos 3: Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit

Stimmt! Wer ausreichend schläft, sieht nicht nur vitaler aus, sondern ist es auch. Doch Vorsicht: Zu viel Schlaf kann ungesund sein. ForscherInnen der McMaster Universität in Kanada und des Peking Union Medical College in China haben in einer aktuellen Studie belegt: Ein gesunder Mensch braucht täglich zwischen 6 und 8 Stunden Schlaf, doch wer mehr als 8 Stunden schläft, kann ein um 5 Prozent höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder frühzeitigen Tod haben. Bei einer Schlafdauer von 9 bis 10 Stunden steigerten die ProbandInnen der Studie ihr Risiko um 17, mit mehr als 10 Stunden sogar auf 41 Prozent.

Mythos 4: Alkohol hilft beim Schlafen

Mythos! Ein Glas Bier oder Wein ist eine beliebte Art, sich am Abend zu entspannen. Doch dass Alkohol auch die Schlafqualität verbessert, ist ein Irrglaube, wie eine aktuelle Studie aus Finnland belegt. Daten von über 4.000 Personen wurden im Zuge dieser Studie untersucht. Das Ergebnis: Schon ein einziger Drink hat einen negativen Einfluss auf die Qualität des Schlafes.

Konsum von Alkohol reduziert die Regeneration vor allem in den ersten drei Stunden Schlaf massiv. Besonders interessant: Auch die jungen, sportlichen Personen waren nicht gefeit vor dem Stress, dem ihr Köper durch Alkohol ausgesetzt war.

Mythos 5: Der Schlaf vor Mitternacht ist der gesündeste.

Stimmt, wenn es nach Dr. Matt Walker geht, einem britischen Wissenschaftler und Professor für Neurowissenschaften und Psychologie an der University of California, Berkeley. Der Experte unterstreicht in einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtenmagazin Time, wie wichtig der Schlaf in der Nacht ist. Unser Schlaf charakterisiere sich durch einen 90-Minuten-Rhythmus, während sich unser Gehirn zwischen einem tiefen, non-REM-Schlaf (non rapid eye movement) und einem leichterem, traumintensiven REM Schlaf bewege. Er erklärt, dass der besagte erholsame non-REM-Schlaf in den ersten Stunden in der Nacht überwiegt.

Impulse für einen besseren Schlaf

Es sind schon kleine Umstellungen, die Großes bewirken können und Ihnen einen gesunden Schlaf bescheren. Mehr unter:

https://selpers.com/impulse-fuer-besseren-schlaf/

e-groesste-konkurrenz--8468560.html)

Als meine Mutter erzählte, sie wolle sich mit ihren 60 Jahren auf einen neuen Job bewerben, hatte sie meinen vollsten Respekt. Einmal für die Tatsache, sich kurz vor der Rente noch einmal dem Bewerbungs-Drama auszusetzen. Hauptsächlich aber dafür, sich im Laufe dieses Prozesses womöglich eine Absage nach der anderen einzufangen. Ich höre sie noch sagen: "Probieren kann ich’s ja mal. In meinem Alter wird mich wahrscheinlich eh niemand mehr anstellen." Wir lagen beide falsch. Bereits die erste Stelle wollte sie. Die zweite wurde es.

Seit gut einem halben Jahr gehe ich von einem Vorstellungsgespräch zum nächsten, schicke unzählige Bewerbungen raus. Ich bin bereit für die Arbeitswelt. Frisch aus dem Studium, ich habe etliche Praktika gemacht und Weiterbildungen durchlaufen. Ich dachte, meine Chancen auf den Traumjob stünden nicht schlecht. Anscheinend hatte ich die Rechnung ohne meine Mutter gemacht. Wie kann es sein, dass sie so schnell einen Job bekommt, ich jedoch nicht?

Deshalb hat Mama auf dem Arbeitsmarkt Chancen

43 Jahre, so alt ist der deutsche Arbeitnehmer im Schnitt. Und der Altersdurchschnitt wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. "Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 65-Jährigen ist in den vergangenen zehn Jahren stärker gestiegen als die der 15- bis 65-Jährigen", heißt es in dem aktuellen Arbeitsmarkt-Bericht der Bundesagentur für Arbeit.

Das liegt etwa daran, dass Menschen immer älter werden: Ende des 19. Jahrhunderts lag die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland zwischen 45-50 Jahren, seither hat sie sich fast verdoppelt. Laut der Generationensterbetafel des Statistischen Bundesamtes wird ein neugeborener Junge durchschnittlich 86,4 Jahre alt, Mädchen noch mal vier Jahre älter.

Josef Hecken, ehemaliger deutscher Staatssekretär für Familie, Senioren, Frauen und Jugend prognostizierte schon vor Jahren, dass die Altersstruktur sich einschneidend verändern wird. Diese Veränderung soll ihren Höhepunkt im Jahr 2024 erreichen. Demnach werde das Potenzial von Berufstätigen zu 40 Prozent aus 30- bis 50-Jährigen und zu 40 Prozent aus 50- bis 65-Jährigen bestehen. Nur noch 20 Prozent der Beschäftigten werden unter 30 Jahre alt sein. Der Großteil der Arbeitswelt wird demnach von Menschen getragen, die älter sind als ich – unter anderem von meiner Mutter. Eine logische Konsequenz aus dieser Vorhersage müsste sein, dass Unternehmen vermehrt auf eine Alters-Diversität in Teams setzen. Doch viele ältere Menschen zweifeln daran, dass sie überhaupt noch jemand einstellen würde.

Die letzten Bewerbungsunterlagen meiner Mutter trugen noch eine fette Staubschicht und das Datum 1999, als sie mich bat, ihr beim "modernen Aufmotzen" zu helfen. Das Anschreiben auf die Stellenanzeige "Job für ältere Bürokraft" begann sie mit den Worten: "Mit meinen 'älteren 60 Jahren' möchte ich mich neuen Herausforderungen stellen, um meine Kenntnisse und Fähigkeiten anzuwenden."

Meine Mutter und ich bewegen uns in grundverschiedenen Branchen – sie arbeitet mit Zahlen, ich mit Worten. Doch unsere auffälligste Differenz im Lebenslauf ist das Geburtsjahr, das in Fettschrift zwischen Namen und Geburtsort prangt. In diesen acht Zahlen steckt mehr Gewicht, als wir uns womöglich vorstellen können. Zwischen meiner Mutter und mir liegen immerhin über 30 Jahre Lebenszeit – und Lebenserfahrung.

Generationen treffen aufeinander – und das ist gar nicht schlimm

Durch unseren Altersunterschied sind wir mit unterschiedlichen Wertvorstellungen aufgewachsen. Meine Mutter zählt zur Generation der Baby-Boomer, aufgewachsen in einer fluktuierenden Wirtschaft. Sicherheit, Wohlstand und eine hohe Leistungsbereitschaft sind nur einige Merkmale der von 1946 bis 1964 Geborenen. Die Generation Y, in die ich mich mit Jahrgang '90 einordnen lasse, ist geprägt von der idealistischen und freigeistlichen Idee, Beruf und Privatleben zu vermischen – oder eben direkt das Hobby zum Job zu machen. Nun prallen auf dem Arbeitsmarkt diese beiden Welten aufeinander. Bedeutet das nun einen Nachteil für mich oder für meine Mutter?

Wie kann das gelingen? "Indem man die Chancengleichheit verbessert", sagt Ines D., die seit über 15 Jahren in einer Digitalagentur für die Personal-Rekrutierung zuständig ist. Sie weiß, dass man eine Unternehmenskultur der Offenheit benötigt, der gegenseitigen Wertschätzung und Toleranz, damit altersgemischte Teams erfolgreich sind. Darüber hinaus: "Jeder muss sich ohne Angst vor Blamage und ohne sich verstellen zu müssen, einbringen können. Ältere Mitarbeiter ihre Erfahrung, Know-how und Gelassenheit und jüngere Mitarbeiter die neueste Software, Risikofreude und Unbekümmertheit", sagt die Personalerin.

Wer Jung und Alt im Team mischt, fördert demnach Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Die frische Herangehensweise der jungen Mitarbeiter und das Wissen der Älteren bringen dem Unternehmen entscheidende Vorteile. Meine Mutter ist zwar kein Digital Native, dafür kann sie mit Erfahrung und Empathie punkten. Das war auch für ihren neuen Arbeitgeber eine wichtige Voraussetzung. "Im Bewerbungsgespräch wurde kaum über die Arbeit gesprochen", sagte mir meine Mutter. "Wir haben schnell gemerkt, dass die Chemie stimmt, und das war für uns beide das Wichtigste."

Erfolg ist keine Frage des Alters

Im Diversity Management ist das ein wichtiger Kerngedanke. Nämlich auch Soft Skills und soziale Kompetenzen in den Blick zu nehmen, die nicht aus Schulzeugnissen und Referenzen direkt abzulesen sind. Vom Geburtsjahr mal ganz abgesehen.

Das Risiko, aufgrund des Alters auszuscheiden, ist in einem Land, in dem das Alter im Lebenslauf genannt werden muss, wie bei uns in Deutschland, natürlich um einiges höher. Aber der Wertewandel wird in den Köpfen der Personaler ankommen, prophezeit eine Kommission der Hans-Böckler-Stiftung zur "Arbeit der Zukunft". Unterschiedliche Wertesysteme aus unterschiedlichen Generationen – beides brauchen Firmen. Das Fördern von Altersvielfalt in Teams ermöglicht nicht nur eine positive Diversitäts-Kultur, sondern auch neue, vielseitige Ideen.

Im Bewerbungsgespräch hat man zu meiner Mutter gesagt: "Das Menschliche muss stimmen, alles andere kann man lernen". Das ist zwar nicht in Stein gemeißelt, aber in gewisser Weise stimmt das. Für mich überwiegt nun eine Erkenntnis: Meine Mutter ist nicht zu alt für den Arbeitsmarkt. Sie steht auch nicht in direkter Konkurrenz mit mir. Wir ergänzen uns – und das ist eine viel schönere Vorstellung.
(https://www.stern.de/neon/vorankommen/karriere/arbeitsmarkt--ist-mama-in-zukunft-meine-groesste-konkurrenz--8468560.html)

Sehen Sie hier ein aktuelles Video von Leopold Stieger über die Tätigkeit von seniors4success und die Idee, die neue Lebensphase "Freitätigkeit" zu nützen.

Eine interessante Präsentation von Marketagent.com am 12. Februar 2019.

Hier gelangen Sie zur gesamten Präsentation.

Umfrage „Was denken die Österreicher über die Pension“

Was hat sich von 2014 bis 2016 verändert?
Diese Fragen haben wir 2014 in einer österreichweiten, repräsentativen Umfrage erhoben. Und jetzt wieder: Ende 2016 fand eine 2. Befragung statt und wir können nunmehr über eine Entwicklung der Einstellung und Denkweise berichten.

Im Sinne der Zielsetzung und der Zielgruppe von Seniors4success „hat vieles Platz“. Denn das Gesamtspektrum dieses Themas ist ungeheuer groß. Um uns nicht zu übernehmen, haben wir eine Klärung und Abgrenzung, wofür wir uns als Plattform zuständig fühlen – und wofür nicht.

Seniors4success befasst sich aus den vielen Feldern und Möglichkeiten "nur" mit den folgenden:

1. Ältere können Anderes: 45 – 65 Jahre
2. Vorbereitung auf die Pension: 1 - 3 Jahre vorher
3. Unternehmens-Instrumente: Senior Retention ist Behaltemanagement
4. Aktivierung der Menschen in Pension: 65 Jahre bis Ende nie: Herausforderung und Engagement beruflich oder ehrenamtlich,  Verantwortung für andere in Familie und Gesellschaft

Seniors4success beschäftigt sich nicht mit:

5. Senioren als Kunden (Zielgruppe)
6. Job-Vermittlung für Erfahrene in ihrem Bereich
7. Gesundheit, Wellness, richtiges Wohnen für Ältere
8. Vermögensberatung

Instrumente von Seniors4success sind:

 

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Blog

In unserem Blog publizieren wir laufend interessante Meldungen, die unmittelbar nach ihrem Erscheinen im Blog zu finden sind. Bisher haben wir darin bereits 250 Artikel veröffentlicht. Sie finden den Blog mit folgendem Link: http://seniors4success.wordpress.com/

Vernetzungstreffen

Immer wieder hören wir von Menschen, die bereits in Pension sind, dass sie zwar „alles haben“, aber das Bedürfnis spüren, etwas Sinnvolles zu tun und gebraucht zu werden. Dies kann durch bürgerschaftliches Engagement, durch Übernahme einzelner Freiwilligentätigkeiten oder durch eigene Initiative geschehen. Seniors4success veranstaltet fallweise „Vernetzungstreffen“, zu denen alle Newsletter-Bezieher eingeladen werden. Diese Veranstaltungen werden meist mit der Methode “Open Space“ gestaltet und dies bedeutet, dass jede teilnehmende Person Ideen einbringen kann, sich gegen Ende der Veranstaltung aber dann konkrete Teams oder Arbeitskreise bilden, die ein bestimmtes Thema eigenverantwortlich in Zukunft verfolgen wollen.

Aktionen

Seniors4success engagiert sich laufend zu Themen in der Öffentlichkeit. Meist sind es gesetzliche Bestimmungen, die aus vergangenen Jahren noch immer in Kraft sind, zur heutigen Zeit aber nicht passen und dringend abgeschafft werden müssen. Darunter zählt unter anderem:

Abschaffung der Ruhensbestimmungen

Diese Regelung stammt noch aus den Nachkriegsjahren. Sie besagt, dass jemand vor Erreichung des gesetzlichen Pensionsalters nur € 446,81 verdienen darf. Verdient jemand einen Euro mehr, wird in Österreich die gesamte ASVG-Pension gestrichen. Dies bedeutet, dass jemand das in vielen Berufsjahren angesammelte Know-how nicht mehr nutzen kann. Damit wird dieses Wissen wertlos und werden diese Fähigkeiten obsolet. Zum Schaden für die Person, aber auch für die Gesellschaft. Seniors4success hat mehrere Aktionen durchgeführt, um Politiker von der Sinnlosigkeit dieses Gesetzes zu überzeugen. Die letzte Aktion bestand darin, allen 183 Nationalratsabgeordneten die Unsinnigkeit dieser gesetzlichen Regelung vor Augen zu führen.

Wenn Sie zwölf überzeugende Argumente für die Abschaffung dieser gesetzlichen Regelung suchen, klicken Sie bitte hier.

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  • Generationenkonflikt
  • Pensionsreform
  • Senioren bei EU-Kampagne
  • Senioren fragen Politiker
  • Anhebung des effektiven Pensionsantrittsalters
  • U.a.

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