Als Pionier der Personalentwicklung habe ich 1972 die GfP-Gesellschaft für Personalentwicklung GmbH in Wien gegründet. Damals bereits habe ich an das zu dieser Zeit unbekannte Wort Personalentwicklung geglaubt: selbst die eigenen Stärken und Bedürfnisse zu entdecken und zu nützen. Nicht immer die eigenen Defizite suchen, um sie „abzubauen“, sondern das eigene und letztlich einmalige Potenzial immer wieder ins Spiel zu bringen. Aber damals dachte ich, diese Art der Personalentwicklung sei mit dem Übergang in die Pension „zu Ende“. Heute weiß ich und bin ich überzeugt, dass erst das Ende des Lebens das Ende der Selbstentwicklung bedeutet. Aus dieser Erkenntnis heraus glaube ich heute felsenfest daran, dass

1. Menschen in Pension zwei Möglichkeiten haben:

  • zu rasten, mit der Gefahr, zu rosten. „A rolling stone never gathers moss",
  • aktiv zu bleiben, die Erfahrungen, die sie gesammelt haben, nicht zu verwerfen, sondern zu nützen – und so einfach die Welt zu verändern.

2. Unternehmen auch zwei Möglichkeiten haben:

  • vor der Pensionierung: Ältere Menschen so einzusetzen, dass ihre jeweiligen Potenziale genützt werden - statt die Defizite zu betrachten,
  • nach der Pensionierung aktiv zu trachten, diese Menschen weiter zu nützen und das WIR-Gefühl mit dem Unternehmen aufrecht zu erhalten.

Das Handeln liegt in der Hand jedes Einzelnen.
Wenn Sie mitmachen, freue ich mich!"

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Prof. Dr. Leopold Stieger

 

8 Thesen von Seniors4success

Seniors4success mobilisiert Menschen, die sich für eine lebenswerte Zukunft unseres Landes und seiner Bevölkerung einsetzen.

Unsere Handlungsfelder sind - wir kämpfen für:

  1. Radikale und nachhaltige Neugestaltung des Pensionssystems 
    Vereinheitlichen – der demografischen Entwicklung anpassen - Anreize schaffen durch Bonus/Malus System – Abschaffung von Privilegien

  2. Unternehmen ermutigen, die spezifischen Fähigkeiten älterer Mitarbeiter ohne Zeitlimit zu nützen
    Potenziale erkennen – Voraussetzungen schaffen – Lebenslanges Lernen fördern – 
    den Übergang unterstützen – Pensionisten einbinden

  3. Schulterschluss zwischen JUNG und ALT herstellen
    Unterschiedliche Fähigkeiten der Generationen erkennen, abstimmen und nützen – das Miteinander fördern – Generationenkonflikt vermeiden

  4. Arbeit ist nicht Hölle und Pension ist nicht Paradies
    Dem weitverbreiteten Vorurteil, dass Arbeit Leid ist, aktiv entgegen wirken – Freizeit ohne Herausforderung bringt keine Erfüllung – Arbeit muss Freude machen – Polarisierung zwischen Arbeit und Freizeit beseitigen

  5. Die Menschen vor Pensionsantritt sensibilisieren
    Der Übergang in den Ruhestand ist in der Regel der gravierendste Einschnitt im Leben – wer ihn vorher nicht plant, kann in ein „schwarzes Loch“ fallen – ideal ist eine klare Vision für die Zeit danach

  6. Die Entwicklung der staatlichen Zuschüsse zu den Pensionssystemen machen uns Angst und zwingen uns zum Handeln
    Die Situation bewusst machen – alle Frühpensionierungen durch altersgerechte Weiterarbeit einschränken – durch Beschäftigung Älterer vor und nach der Pensionierung das Bruttosozialprodukt steigern – damit das Sozialsystem finanziell entlasten

  7. Alters- und lebensphasengerechte Entlohnung
    Die bestehenden Entlohnungssysteme vereinheitlichen – Arbeitsleistung anstatt Alter honorieren – Abschaffung des Senioritätsprinzips

  8. Kampf gegen die Ungleichbehandlung unterschiedlicher Gruppen
    Beamte, ASVG-Versicherte und Gemeindebedienstete angleichen – Pensionsalter der Männer und Frauen angleichen – usw.